bHK bei „Hofkultur 2008“
Hofkultur
Christian Heuchel und Gunter Klag bHK, präsentieren am Samstag, 14. Juni 2008 ihr Projekt Hildegard von Bingen anlässlich der Hofkultur in Neustadt an der Weinstraße.
Anlässlich der Feier des 900. Geburtstages der Hildegard von Bingen hat das bHK einen transportablen Schrein gestaltet (Siebdruck, ausklappbare kreuzförmige Trägerkonstruktion und akustische Installation).
Was vor sieben Jahren als Experiment begann, hat sich inzwischen zu einem festen Bestandteil der Neustadter Kulturszene entwickelt. Die „Hofkultur“ verwandelt Hinterhöfe in Kunst-Räume.
Bildende Kunst, klassische und moderne Musik, Vorträge und Autorenlesungen, Schauspiel und Tanz, Performance und Installation – all das konzentriert sich einen Tag lang auf wenige hundert Meter Altstadtgassen. Das Festival zählt mittlerweile zu den innovativsten und interessantesten Ereignissen im Kultursommer Rheinland-Pfalz.
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Fichte Gymnasium Karlsruhe
KORREKTUREN
„Eine Korrektur ist eine nachträgliche Veränderung eines Objekts,
die nur einen kleinen Teil betrifft und als verbessernde Maßnahme dient.“
Die neue Hoffassade wird mit grünlichen Faserbetonplatten verkleidet. Schmale Fensterelemente gliedern die Fassade zum Pausenhof. Sie bringen Tageslicht und Orientierung in die Flurbereiche.
An den vorhandenen Fensterlaibungen werden auf unterschiedlichen Höhen 16 außenliegende Glassbilder à 46 x 46 cm angebracht. Die farbigen Glasflächen sind frei an der Fassade aufgereiht. Die Korrekturen stellen ein freies Ordnungssystem dar. Die Glasbilder bereichern die Geometrie der Fassadenstruktur. Aus unterschiedlichen Blickwinkeln werden die Fassade und die neuen Glasbilder zu sehen sein. Der Blick vom Schulhof und aus dem neuen Treppenhaus zeigt immer wieder überraschende Veränderungen. Im Tagesverlauf verändern Licht und Schatten die Wirkung des Glases. In den Flurbereichen markieren die Glasbilder Fensterelemente gegenüber den Eingängen der Klassenräume. Die schwarz-gelben Korrekturzeichen verändern den Ausblick zum Schulhof.
Für die Gestaltung der Glasbilder wird eine Kunstverglasung (Verbundsicherheitsglas) verwendet. Die Korrekturzeichen werden beidseitig auf die Gläser in Sprühtechnik aufgetragen und wetterfest eingebrannt. Über Glasbeschläge werden die Glasbilder an die vorhandene Fassadenkonstruktion angebracht und gegen Windkräfte gesichert. Beschädigte Glasbilder können ausgetauscht werden. Die Montage sollte durch ein Fassadenbauunternehmen durchgeführt werden.
Einladung zur „Kunst Direkt“
Kunst Direkt
Gunter Klag vom bureau Heuchel Klag nimmt an der diesjährigen Künstlermesse in der Rheingoldhalle Mainz vom 15. Februar bis 17.Februar 2008 teil. Standnummer: 112
15.-17. Februar 2008 in der Rheingoldhalle, Mainz

Zum 8. Mal findet die rheinland-pfälzische Kunstmesse „Kunst direkt“ statt. Das Land Rheinland-Pfalz und die Stadt Mainz freuen sich ganz besonders, die ausstellenden Künstlerinnen und Künstler in neu erweiterten Rheingoldhalle in Mainz begrüßen zu dürfen. Über 8000 Besucher wurden bei der letzten „Kunst direkt 2006“ gezählt – mit diesen Zahlen erzielte die letzte Künstlermesse, die aufgrund der Erweiterungsarbeiten in einem Ausstellungszelt am Rheinufer stattfand, ein Rekordergebnis.
Vertreten sind bei der Künstlermesse die Aussteller aus Rheinland-Pfalz und den Partner-Regionen. Hinter dem Namen „Kunst direkt 2008“ verbirgt sich bereits die Zielsetzung der beliebten Messe. Der direkte Kontakt der Künstlerinnen und Künstler zu potentiellen Käufern und Galeristen macht diese Veranstaltung so interessant und attraktiv. Doch nicht nur der Kontakt zum kunstinteressierten Publikum, sondern auch die Kommunikation miteinander und untereinander ist eine wesentliche Aufgabe und Funktion der Messe.
Veranstalter:
Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur Rheinland Pfalz und Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur, in Zusammenarbeit mit dem Berufsverband Bildender Künstler (BBK) Rheinland-Pfalz. Mit Unterstützung durch die Congress Centrum Mainz GmbH
Künstlermesse in der Rheingoldhalle Mainz
Download Kunst Direkt 2008 alsPDF [ca. 2,4MB]
Wie ein Zodiac-Schnellboot
Wie ein Zodiac-Schnellboot
Der Preis für die Vermittlung visueller Kunst in der Schweiz geht an das Kunsthaus Zug mobil. (Christian Heuchel und Tillmann Klein rheinflügel Architekten)
Ein Museum auf Reisen
Im Rahmen einer Studie setzte sich die Architektengruppe rheinflügel aus Düsseldorf intensiv mit dem Kunsthaus Zug auseinander. Die aus der Kunstakademie Düsseldorf hervorgegangene Gruppe war damals auch mit dem Umbau der dortigen Kunsthalle betraut. Eine breite Diskussion mit rheinflügel behandelte Fragen heutiger Museumsarchitektur und -praxis und untersuchte das Verhältnis von Öffentlichkeit, Raum und Kunst. Wie konnte sich der Leitbegriff des Kunsthauses Zug vernetztes Museum im Fluss räumlich auswirken?
Als eine Antwort entstand das Kunsthaus Zug mobil. Im Auftrag der Stiftung der Freunde Kunsthaus Zug konzipierte rheinflügel einen mobilen Ausstellungsraum. Der in Hamburg und Tschechien eigens angefertigte grosse Container (Länge 12 m) erfüllt die technischen Voraussetzungen, um Werke der Sammlung aufnehmen zu können; er hat eine eigene Klima- und Sicherheitsanlage. Innengestaltung und Lichtführung schaffen attraktive Ausstellungsbedingungen. Die glatte, speziell beschichtete Aussenfläche ermöglicht die künstlerische Bearbeitung. Der bewegliche white cube, eine Weltneuheit, eignet sich für künstlerische, kunstvermittelnde, soziokulturelle oder kunstwissenschaftliche Aktivitäten. Als Container ist er weltweit auf der Strasse, per Bahn oder Schiff transportierbar.
Das statische Mutterhaus verfügt nun seit 2001 über einen zusätzlichen, ortsungebundenen Ausstellungsraum, der bereits 23 Einsätze an unterschiedlichsten Orten im Kanton Zug, in Zürich, im Kanton Baselland und in Göppingen/Deutschland hatte. Diese wurden oft in enger Kooperation mit wechselnden Partnern, Museen, Schulen, Kirchen, Gemeinden, Altersheimen etc. prozesshaft realisiert. Mit dem Kunsthaus Zug mobil geht das Museum zu den Menschen und erforscht die künstlerische Vermittlungsarbeit an ungewohnten Orten: Streetwork Museum. Im Raum Zug hat sich dafür bereits ein eigenes loses Publikum gebildet, das dem Container regelmässig begegnet und sein Konzept kennt. Das Kunsthaus Zug mobil sucht den ortspezifischen Kontakt zur Öffentlichkeit und ist als Container zugleich Metapher der heutigen Globalisierung. Es verkörpert ein verzeitlichtes Museum im Raum des Öffentlichen.
Die bisherigen 23 Einsätze bilden die Stationen einer Reise, ein Work in Progress, das in der vorliegenden Dokumentation dargestellt ist.
Das Kunsthaus Zug mobil wird 2008 im Rahmen der Ausstellung „Junger Architekten und Stadtplaner aus Deutschland international“ am Weltkongresses der Union Internationale des Architectes (Titel Transmitting Architecture) in Turin vorgestellt.
Matthias Haldemann
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