{"id":580,"date":"1995-03-14T08:55:56","date_gmt":"1995-03-14T08:55:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bureau-heuchel-klag.de\/kunsthaus\/?p=580"},"modified":"2012-09-26T11:46:15","modified_gmt":"2012-09-26T11:46:15","slug":"wiesbaden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bureau-heuchel-klag.de\/kunsthaus\/?p=580","title":{"rendered":"Kunsthaus Wiesbaden"},"content":{"rendered":"<p>bHK im Kunsthaus Wiesbaden 1995<br \/>\n<em>Austellungsansicht aus Arno Taverniers Computermodell zur Ausstellung<\/em><br \/>\n<a href=\"https:\/\/bureau-heuchel-klag.de\/kunsthaus\/wp-content\/uploads\/1995\/03\/wiesbaden1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-584\" title=\"wiesbaden1\" src=\"https:\/\/bureau-heuchel-klag.de\/kunsthaus\/wp-content\/uploads\/1995\/03\/wiesbaden1-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/bureau-heuchel-klag.de\/kunsthaus\/wp-content\/uploads\/1995\/03\/wiesbaden2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-585\" title=\"wiesbaden2\" src=\"https:\/\/bureau-heuchel-klag.de\/kunsthaus\/wp-content\/uploads\/1995\/03\/wiesbaden2-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><br \/>\n<strong>Punktpartitur<\/strong><\/p>\n<p>Die Punktpartitur basiert auf dem Prinzip der F\u00fcllung des Ausstellungsraumes mit einem multiplen System von plastischen Objekten. Sie entstand in Auseinandersetzung mit der konkreten Raumsituation des Kunsthauses Wiesbaden.<\/p>\n<p>Der Ausstellungsraum wird zum definitiven RAHMEN f\u00fcr das Exponat:<\/p>\n<p>ein Feld von mehreren tausend Scheibenobjekten.<\/p>\n<p>Die wiesbadener Punktpartitur ist konzipiert f\u00fcr eine Fl\u00e4chenf\u00fcllung von ca.130 qm, jedes einzelne Objekt beschreibt seine Kubatur von 10 x 10 x 10 cm.<\/p>\n<p>Zur Ausstellung erschienen ein Buch sowie ein Multiply.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Bezugs-Punkte und Scheibenfelder<\/strong><\/p>\n<p>Das Germersheimer K\u00fcnstlerteam &#8222;bureau Heuchel Klag&#8220; im Kunsthaus des BBK in Wiesbaden<\/p>\n<p>Der Ausstellungsraum im Kunsthaus Wiesbaden ist gesperrt, belegt, besetzt. \u00dcber 2600 Scheiben-Objekte des bureau Heuchel Klag aus Germersheim beschr\u00e4nken das Ausschreiten und Flanieren der Besucher auf ein Minimum. Gleich einem &#8222;Flu\u00df ohne Ufer&#8220; str\u00f6mt die Installation in streng serieller, rasterhafter Ordnung \u00fcber den Boden der R\u00e4umlichkeit. Dem Ziel, ein nicht nur fl\u00e4chiges, sondern insbesondere plastisch-haptisches Moment zu erreichen, ging folgender Produktionsvorgang voraus: An Rundst\u00e4be wurden je zwei Scheiben aus Pre\u00dfspan montiert, so da\u00df diese achsen\u00e4hnlichen, dreidimensionalen &#8222;Punkte&#8220; in ihrer Vielzahl als optische Partitur gelesen werden k\u00f6nnen. Bereits Anfang September konnten Besucher der &#8222;Offenen Ateliers Rheinland-Pfalz&#8220; in der Werkstatt von Heuchel\/Klag (Rheinpfalz vom 14.09.95) Vorstudien des Projektes besichtigen.<\/p>\n<p>Entscheidende Impulse bekommmen die K\u00fcnstler in der Auseinandersetzung mit den vorgegebenen R\u00e4umlichkeiten und durch die Diskussion &#8222;innerer Bau-prinzipien&#8220; und Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten. Als Synthese vieler Augenblicke konstituiert sich schlie\u00dflich jene fein strukturierte Fl\u00e4che, zusammengesetzt aus einer potentiell unendlichen Vielzahl auf den Boden gelagerter Einheiten. Die Freilegung solcher parataktischer Ordnungen, d.h. die Nebeneinanderstellung gleichberechtigter Elemente, und das hier zur Anwendung kommende &#8222;Gesetz der gro\u00dfen Zahl&#8220; faszinieren das seit 1991 zusammenarbeitende bureau als konzeptionelle \u00dcberlegung.<\/p>\n<p>Die formal-inhaltliche Auseinandersetzung mit der Malerei des Pointillismus macht sich im Moment der Multiplizit\u00e4t der Scheiben bemerkbar. Doch liest sich die aus luminosen Fl\u00e4chen aufgebaute Bildgeometrie, die Punkt-Masse, eher aus einer mikroskopischen Perspektive hinsichtlich der charakteristischen Rasterung eines bedruckten Zeitungspapiers.<\/p>\n<p>Das Spiel mit Reproduzierbarkeit, Unendlichkeit und Waren\u00e4sthetik beherrschen Heuchel und Klag auch in anderen Medien: T-Shirts und Multiples (&#8222;any purpose multi media tool&#8220;) stehen ebenso im Angebot wie Druckgraphiken. Der vollkommene Abschlu\u00df dieses Projektes: eine perfekte Computeranimation der Ausstellungssituation im Kunsthaus Wiesbaden komprimiert und reduziert den Kunstraum auf einen Videoclip.<\/p>\n<p><em>\u00a9 Ralph Musielski\/Berlin 1995<\/em><\/p>\n<!-- PHP 5.x -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bezugs-Punkte und Scheibenfelder &#8211; Das Germersheimer K\u00fcnstlerteam &#8222;bureau Heuchel Klag&#8220; im Kunsthaus des BBK in Wiesbaden. 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