{"id":3861,"date":"2017-01-22T06:00:41","date_gmt":"2017-01-22T06:00:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bureau-heuchel-klag.de\/kunsthaus\/?p=3861"},"modified":"2017-01-22T22:47:05","modified_gmt":"2017-01-22T22:47:05","slug":"kunst-am-bau-ombre-haus-zum-maulbeerbaum-landau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bureau-heuchel-klag.de\/kunsthaus\/?p=3861","title":{"rendered":"Haus zum Maulbeerbaum Landau"},"content":{"rendered":"<h2>Kunst am Bau &#8211; OMBRE<\/h2>\n<p><a href=\"https:\/\/bureau-heuchel-klag.de\/kunsthaus\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Maulbeerbaum_Historischer-Wendelstein-in-Renaissanceform.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-3865 alignleft\" alt=\"Maulbeerbaum_Historischer-Wendelstein-in-Renaissanceform\" src=\"https:\/\/bureau-heuchel-klag.de\/kunsthaus\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Maulbeerbaum_Historischer-Wendelstein-in-Renaissanceform.jpg\" width=\"273\" height=\"720\" \/><\/a><br \/>\n<b>ALTES UMARMEN<\/b><br \/>\nT\u00e4glich reklamiert sich das Alte in unsere architektonischen Arbeit ein. Die Aneignung des Alten wird als konservativ und r\u00fcckschrittlich bezeichnet. Ein Stigma dem man sich als \u201ekreativer\u201c Architekt gerne entzieht. Offensiv sollte der Architekt die Chance nutzen in diese Zeitschichten hineinzuschl\u00fcpfen, die damaligen Fragen und bewerten L\u00f6sungen aufzuw\u00e4rmen und sie weiterzubauen. In einer Zeit der Gestaltungshysterie erscheint diese Autorenlosigkeit ein edler Weg zu neuen Ans\u00e4tzen zu sein. Christian Heuchel Februar 2016<i> <\/i><\/p>\n<p><b>Zur Geschichte des Hauses und des Ortes<\/b><\/p>\n<p>Die Geschichte des Ortes spannt einen Bogen von der Gr\u00fcnderzeit der Stadt im letzten Viertel des 13.Jahrhundert \u00fcber den politisch-religi\u00f6sen Umbruch beim \u00dcbergang vom Mittelalter zur Neuzeit bis hin zur j\u00fcngeren Zeit als Zeugnis deutsch-j\u00fcdischer Geschichte im 19. und 20.Jahrhundert.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/bureau-heuchel-klag.de\/kunsthaus\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Stadtkarten-u\u00a6\u00eabereinander_Ausschnitt_1700.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3862\" alt=\"Stadtkarten-u\u00a6\u00eabereinander_Ausschnitt_1700\" src=\"https:\/\/bureau-heuchel-klag.de\/kunsthaus\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Stadtkarten-u\u00a6\u00eabereinander_Ausschnitt_1700-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/bureau-heuchel-klag.de\/kunsthaus\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Stadtkarten-u\u00a6\u00eabereinander_Ausschnitt_1700-150x150.jpg 150w, https:\/\/bureau-heuchel-klag.de\/kunsthaus\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Stadtkarten-u\u00a6\u00eabereinander_Ausschnitt_1700-300x300.jpg 300w, https:\/\/bureau-heuchel-klag.de\/kunsthaus\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Stadtkarten-u\u00a6\u00eabereinander_Ausschnitt_1700.jpg 700w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/bureau-heuchel-klag.de\/kunsthaus\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Stadtkarten-u\u00a6\u00eabereinander_Ausschnitt_1912.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3863\" alt=\"Stadtkarten-u\u00a6\u00eabereinander_Ausschnitt_1912\" src=\"https:\/\/bureau-heuchel-klag.de\/kunsthaus\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Stadtkarten-u\u00a6\u00eabereinander_Ausschnitt_1912-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<p>Einst Hof des Ritters Theoderich von Laufensel \u201eZu dem Mulebaume\u201c, dann im Besitz des Klosters Klingenm\u00fcnster, kaufte die Stadt 1488 das Anwesen. Sie gestaltete den Hof zur st\u00e4dtischen Herberge und Gastwirtschaft f\u00fcr die Bewirtung ihrer illustren G\u00e4ste um. Zu jenen geh\u00f6rten hochrangige Adelige und gekr\u00f6nte H\u00e4upter wie Prinzessin Elisabeth &#8211; Tochter Kaiser Maximilians II, sp\u00e4ter K\u00f6nig Henri III. von Frankreich. Auch die Ritterschaft verkehrte in der \u201eHerberge zum Maulbeerbaum\u201c. Zu Beginn des 16.Jh. war sie mehrfach Versammlungsort von Rittern aus der Region. Als der \u201eMaulbeerbaum\u201c und seine Nebengeb\u00e4ude 1671 f\u00fcr 200 Jahre in den Privatbesitz der Familie Holtzhauser gelangten, blieb er ein Ort gastwirtschaftlicher Betriebsamkeit.<\/p>\n<p><i>Historischer Wendelstein in Renaissanceform (Foto: Georg Wechsler, Restaurator)<\/i><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Unter franz\u00f6sischer Herrschaft diente er auch zur Unterbringung von Soldaten und Offizieren oder von Gefangenen, die auf Kosten der Stadt hier einquartiert wurden. Beim Ausbau Landaus zur Festung, der 1689 durch Brandlegung bef\u00f6rdert wurde, geh\u00f6rte das Anwesen zu den vier Ausbruchsst\u00e4tten des Feuers. Das (wahrscheinlich weitgehend oder ganz) zerst\u00f6rte Gasthaus wurde neu aufgebaut, erhielt seine heutige Gestalt und der Geb\u00e4udekomplex wurde um ein Brauhaus erweitert. Im 19.Jahrhundert konnten sich die Landauer\u00a0 an unterhaltenden und gelehrsamen Veranstaltungen erfreuen, die im \u201eMaulbeerbaum\u201c dargeboten wurden. \u201eExotische\u201c Tiere und Menschen oder stereoskopische Darstellungen von Landschaften, St\u00e4dten und Szenen aus Geschichte und Gesellschaft waren zu sehen. 1873 erwarben die Gebr\u00fcder Salomon und Joseph Dannheisser,angesehene Mitglieder der j\u00fcdischen Gemeinde Landaus, das Anwesen f\u00fcr ihre Lebensmittel- und Spirituosenhandlung.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/bureau-heuchel-klag.de\/kunsthaus\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Maulbeerbaum_1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-3871\" alt=\"Maulbeerbaum_1\" src=\"https:\/\/bureau-heuchel-klag.de\/kunsthaus\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Maulbeerbaum_1-150x150.jpg\" width=\"135\" height=\"135\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/bureau-heuchel-klag.de\/kunsthaus\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Maulbeerbaum_3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-3872\" alt=\"Maulbeerbaum_3\" src=\"https:\/\/bureau-heuchel-klag.de\/kunsthaus\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Maulbeerbaum_3-150x150.jpg\" width=\"135\" height=\"135\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/bureau-heuchel-klag.de\/kunsthaus\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Maulbeerbaum_11.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-3874\" alt=\"Maulbeerbaum_11\" src=\"https:\/\/bureau-heuchel-klag.de\/kunsthaus\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Maulbeerbaum_11-150x150.jpg\" width=\"135\" height=\"135\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/bureau-heuchel-klag.de\/kunsthaus\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Maulbeerbaum_13.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-3875\" alt=\"Maulbeerbaum_13\" src=\"https:\/\/bureau-heuchel-klag.de\/kunsthaus\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Maulbeerbaum_13-150x150.jpg\" width=\"135\" height=\"135\" \/><\/a><\/p>\n<p><i>(Fotos: Stadt Landau, <i>B\u00fcro dury et hambsch architektur<\/i>)<br \/>\n<\/i><\/p>\n<p>Die S\u00f6hne Salomons, Oskar und Otto, entwickelten diese zu einer modernen und f\u00fcr die Pfalz bedeutenden Kolonialwaren-Gro\u00dfhandlung mit eigener Kaffeer\u00f6sterei namens \u201eLandavia\u201c. Gegenstand des Unternehmens war der Handel mit Lebens-, Futter- und Genussmittel jeder Art sowie aller sonstigen Gegenst\u00e4nde des t\u00e4glichen Bedarfs. Hierbei diente der Geb\u00e4udekomplex einschlie\u00dflich eines 1914 erbauten massiven dreigeschossigen Anbaus, der im Westen an den \u201eMaulbeerbaum\u201c heranreicht, als Lagerhaus. Mit von Pferden gezogenen Planwagen, ab 1919 mit Lastkraftwagen, wurden das Gebiet von Landau bis Zweibr\u00fccken, das n\u00f6rdliche Elsass und Nordbaden beliefert. Zwischen 1896 und 1922 wurde auch die Tradition des Gastbetriebes im Erdgescho\u00df des \u201eMaulbeerbaums\u201c wieder aufgenommen und zur beliebten Einkehr der Landauer Marktbesucher. Und wenn auch nur f\u00fcr kurze Zeit erhielt Landau \u2013 mit Blick auf die gewachsene Zahl j\u00fcdischer B\u00fcrger &#8211; ein Caf\u00e9 mit Billard und \u201ekoscherem Essen\u201c im ersten Obergescho\u00df. Um es nicht dem endg\u00fcltigen Verfall preiszugeben und seinen Abriss zu verhindern, gr\u00fcndete sich 2011 der \u201eVerein der Freunde des Hause zum Maulbeerbaum\u201c.<\/p>\n<p>Aus DR. MARIE-LUISE KREUTER 13.12.2014<\/p>\n<ul>\n<li><a title=\"https:\/\/www.maulbeerbaum-eg.de\/\" href=\"https:\/\/www.maulbeerbaum-eg.de\/\" target=\"_blank\">Genossenschaft Haus zum Maulbeerbaum<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Artikel: Die Rheinpfalz vom 01.08.2015 [PDF]\" href=\"https:\/\/bureau-heuchel-klag.de\/kunsthaus\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Artikel-rhp-lwe-01082015.pdf\" target=\"_blank\">Die letzte Chance &#8211; Die Rheinpfalz vom 01.08.2015 [PDF]<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<!-- PHP 5.x -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kunst am Bau &#8211; OMBRE ALTES UMARMEN T\u00e4glich reklamiert sich das Alte in unsere architektonischen Arbeit ein. Die Aneignung des Alten wird als konservativ und r\u00fcckschrittlich bezeichnet. 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